„Unser Stil passiert einfach“
Februar 22nd, 2008Duo Mirabelle
Die eine zupft mit ernster Hingabe die Konzertgitarre, die andere singt dazu mit lebensfroher Stimmgewalt: Jennifer-Jasmin Keßler (26) und Samira Saygili (25) sind das Duo Mirabelle, das mit seiner einprägsamen Mischung aus Pop, Jazz, Soul und Bossa Nova unter anderem die Eröffnung der Fotoausstellung im Brauhaus Stüsser begleitete. Im Gespräch mit koelnbild.com erzählen die beiden von den Vorzügen des Musikmachens zu zweit.
KOELNBILD: Seit wann gibt es das Duo Mirabelle?
JENNIFER-JASMIN: Wir kennen uns vom Musikstudium am Konservatorium Maastricht und haben immer wieder auch mal zusammen was gemacht. So richtig regelmäßig machen wir aber erst seit gut einem Jahr Musik als Duo Mirabelle.
SAMIRA: Ich glaube, es hat erst richtig geklappt, als wir gemerkt haben, dass wir uns beide auch für Fußball interessieren. Ich bin für Karlsruhe, Jennifer-Jasmin für Kaiserslautern.
JENNIFER-JASMIN: Naja, ich schwenke gerade auf den 1. FC Köln um.
Ihr covert in Eurem Programm ja unter anderem den Song „Live is life“ von Opus, der auch durch die Fußballstadien der Republik geisterte. Wie passt das zu Euren eigentlich ganz leisen Arrangements mit Akustik-Gitarre und Gesang?
SAMIRA: Insofern unterscheidet sich das Duo Mirabelle von allen anderen Bands und Projekten, an denen ich beteiligt bin: Sobald wir zusammen spielen, klappt es einfach, es gibt da so eine fast magische Selbstverständlichkeit. Da fließt alles ein, was uns beide als Musikerinnen ausmacht, und dann klingt es nach uns, egal was wir gerade spielen. Die Lieder müssen uns nur am Herzen liegen, unser Stil passiert einfach.
JENNIFER-JASMIN: Überhaupt arbeiten wir derzeit daran, dass die Coverversionen nach und nach aus unserem Programm verschwinden und durch eigene Songs ersetzt werden.
Plant Ihr, das Duo mal zu einer „richtigen“ Band in Bandbesetzung auszuweiten?
JENNIFER-JASMIN: Wir experimentieren gerade viel mit elektronischen Sounds aus dem Laptop, das wollen wir vielleicht auch bald mit auf die Bühne nehmen.
Habt Ihr nicht die Befürchtung, dass sich Euer Stil dadurch grundlegend verändert?
JENNIFER-JASMIN: Nein, gar nicht. Das ist gerade das Reizvolle daran: neue, interessante Klangfarben zu integrieren, das aber ganz dezent zu tun.
SAMIRA: Der Grundstock des Duo Mirabelle bleibt unverändert: Gitarre und Stimme. Die technischen Dinge sind nur Zusätze, Spielereien …
Habt Ihr denn einen groß angelegten Karriereplan?
JENNIFER-JASMIN: Zuallererst machen wir jetzt das Studium in Maastricht fertig, Samira in Gesang, ich in Gitarre. Und dann werden wir endlich mal was aufnehmen.
SAMIRA: Die Hauptsache ist, dass wir unsere Vielseitigkeit bewahren und das machen können, worauf wir wirklich Lust haben – was ja in vielen bezahlten Projekten so nicht möglich ist. Das Duo Mirabelle ist für mich die Band mit Zufriedenheitsgarantie.
Interview und Fotos von Sebastian Züger, www.hafenkran.de
Ein ausführliches Porträt des Duos erschien am Donnerstag, 21. Februar, im Kölner Stadt-Anzeiger und ist auch online nachzulesen.
Das Duo Mirabelle auf myspace.com

